JFM-Stammtisch
JFM-Stammtisch-Termine Herbst 2026

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Aktuelle JFM-Stammtisch-Termine
11.09.26, 20-21 Uhr, Felix Schirmer, Köln
Vocal Painting als musikalisches Ausdrucksmittel – Grundlagen und Einführung
Der Online-Impuls im Rahmen des JFM Stammtisches gibt einen anschaulichen Einblick in die Grundlagen von Vocal Painting und zeigt anhand konkreter Beispiele, wie die Methode im Konzert-Kontext eingesetzt werden kann. Wir arbeiten dabei heraus, wie viele Möglichkeiten mit einem einfachen Repertoire an Handgesten bestehen und wie daraus musikalisches Empowerment der Beteiligten entsteht.
Im Fokus steht die Frage, wie gemeinsames Musizieren so gestaltet werden kann, dass Sänger*innen (die auch Schüler*innen sein können) aktiv eingebunden sind, Verantwortung übernehmen und als Gruppe eigenverantwortlich musikalisch gestalten. Im anschließenden Austausch gibt es Raum für Fragen und Erfahrungen und wir entwickeln Anwendungsideen für die Praxis.
Felix Schirmer (MMus, M.A.), geb. 1991, ist Chorleiter, Musikpädagoge und Sänger in Köln mit einem Lehrauftrag für Chorimprovisation an der Universität zu Köln. Als deutscher Botschafter der Methode „The Intelligent Choir“ erforscht er deren Einsatz in schulischen und musikpädagogischen Kontexten, besonders mit Jugendlichen. Künstlerisch liegt sein Schwerpunkt in Popular- und improvisierter Vokalmusik, u. a. im Ensemble Unwritten Sounds.
17.09.26, 20-21 Uhr, Christoph Stange, Weingarten
Musik verstehen durch Bewegung
Über den Körper können wir alle Kontakt zur Musik aufnehmen. Im besten Falle lernen Schüler:innen, Musik mit ihrem Körper zu verstehen - durch Bewegungen. Im Workshop werden einige Grundlagen dargestellt, welches Potenzial ein Musikverstehen mit dem Körper hat. Anhand von Best-practice-Beispielen wird außerdem gezeigt, welche Wege es gibt, Schüler:innen zu befähigen, eigene Bewegungen und sogar Choreographien zu entwickeln, mit deren Hilfe sie Musik mit ihrem Körper verstehen können. Es ist zudem Raum für Fragen und Diskussion.
Christoph Stange arbeitete lange Jahre als Lehrer und führte dort viele Tanzprojekte mit Schüler:innen durch. Auch wissenschaftlich beschäftigte ihn das Thema (u. a. im gemeinsam mit Lars Oberhaus herausgegebenen Band "Musik und Körper"). Er ist Professor für Musik und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Weingarten.
28.10.26, 20-21 Uhr, Jonas Völker, Detmold
Sounding Loss. Klangkunst im Angesicht von Klimakrise und Artensterben
Die ökologischen Krisen unserer Gegenwart vollziehen sich oft schleichend und scheinbar lautlos: Arten verstummen, Landschaften verändern sich, ganze Ökosysteme geraten aus dem Gleichgewicht. Für den Musikunterricht stellt sich damit die Frage, wie solche Prozesse sinnlich erfahrbar und ästhetisch reflektierbar werden können. Der Online-Stammtisch lädt dazu ein, Klangkunst als einen möglichen Zugang zu erkunden. Im Zentrum steht die Überlegung, wie Hören und künstlerisch-ästhetische Praxis dazu beitragen können, Umweltveränderungen wahrnehmbar zu machen und Räume für Reflexion, Irritation und Gestaltung zu eröffnen. An Beispielen aus der Klangkunst und mit Blick auf musikpädagogische Perspektiven wollen wir gemeinsam diskutieren, welche Potenziale in solchen Ansätzen für schulische und außerschulische Kontexte liegen.
Jonas Völker ist Professor für Musikdidaktik und Studiengangsleiter für das Lehramt Musik an der Hochschule für Musik Detmold. Seine Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre umfassen u.a. empirische Fragestellungen und fachdidaktische Konzepte zum interkulturellen Lernen im Musikunterricht, zur Ausbildung künstlerischer Gestaltungsabsichten und einer kritisch-reflexiven Haltung im Umgang mit musikgenerativen KI-Anwendungen sowie zum musikpädagogischen Umgang mit der Klimakrise. Jonas ist als Percussionist und Ensembleleiter auch künstlerisch aktiv (u.a. www.beatbop.info).
24.11.26, 20-21 Uhr, Theresa Meyer, Hannover
Arbeitsblatt-/Materialgestaltung mit "Canva"
Canva ist längst mehr als ein Gestaltungstool – es ist eine schnelle, intuitive Möglichkeit, Unterrichtsmaterial ansprechend, klar strukturiert und kreativ aufzubereiten. Bei diesem Stammtisch erhaltet ihr eine praxisnahe Einführung in die wichtigsten Funktionen von Canva und erfahrt, wie ihr das Tool gezielt für euren (Musik-)Unterricht nutzen könnt.
Der Schwerpunkt liegt auf Beispielen aus dem Musikunterricht, die Inhalte sind jedoch für alle Fächer unmittelbar übertragbar. Nach einem kurzen Input (ca. 15–20 Minuten) gibt es Raum für Fragen sowie die Möglichkeit, selbst erste Materialien auszuprobieren.
Der Workshop ist niedrigschwellig, praxisorientiert und ideal für alle, die ihre Unterrichtsgestaltung modern, klar und visuell ansprechend weiterentwickeln möchten.
Theresa Meyer ist promovierte Musikpädagogin und arbeitet aktuell als Lehrerin für die Fächer Musik & Deutsch an einer Hamelner Gesamtschule. Neben dem Aspekt der Sprachsensibilität ist ihr in ihrem Unterricht auch die Materialgestaltung besonders wichtig. Sie ist überzeugt, dass Schüler*innen sich durch anschauliches Material nicht nur besser für den Unterrichtsstoff motivieren lassen, sondern dass auch das Verständnis für Fachinhalte so maßgeblich beeinflusst bzw. erleichtert werden kann.
Demnächst: Katja Harbers
Soziale Energie im Musikunterricht: Wie durch Musik Impulse für individuelle und gemeinsame Bewegung wirksam werden können
Musikunterricht bringt nicht nur Töne zum Schwingen – hier geraten bestenfalls auch die Lernenden individuell und als Gruppe (nicht nur äußerlich) in Bewegung!
Wie können musikalischer Fähigkeitserwerb und gemeinsame Musizier- und Hörerfahrungen so gestaltet werden, dass persönlich bedeutsame Begegnungen mit Musik möglich werden, die über die Stunde hinaus Wirksamkeit entfalten? Wie kann im Musikunterricht ein Flow-Erlebnis entstehen, das alle Anwesenden verbindet? Wie kann durch musikalisches Tun und den Diskurs über Musik ein Wir-Gefühl entstehen? Wie können auch die Lernenden dazu eingeladen und einbezogen werden, die keine musikalische Vorbildung und kein originäres Interesse mitbringen? Kurz und gut: Was kann der Musikunterricht zur sozialen Energie beitragen?
Nach einem kurzen Input zum Forschungsstand des Projektes „Soziale Energie“ Hartmut Rosas wollen wir das Phänomen gemeinsam diskutieren und überlegen, ob sich die Qualität von Musikunterricht eventuell auch daran messen lassen muss, welche Energie er freisetzt.
Wir informieren an dieser Stelle, sobald die Anmeldung möglich ist.
Vergangene JFM-Stammtisch-Termine
Sophia Bös, Hamburg
Mit Freude statt Frust: Selbstorganisation im Musikunterricht
Wie soll ich das alles bloß in 90 Minuten unterbringen? Wie soll ich allen Anforderungen gerecht werden und dann auch noch richtig guten Unterricht machen? Muss ich auf jede Frage eine Antwort haben? Wie schaffe ich es, dass ich auch morgen / nächste Woche / nächstes Schuljahr / in 10 Jahren mit Freude und Energie meinen Musikunterricht mache? Dieser Stammtisch soll in erster Linie dazu dienen, über die Frage „Selbstorganisation & Zeitmanagement im Musikunterricht“ in den Austausch zu kommen. Vorbereitungsdienst und Berufseinstiegsphase sind hier oftmals besonders herausfordernd. Dank der „Schwarmintelligenz“ der Teilnehmenden soll ein Pool an Strategien entstehen, um u.a. dem Einzelkämpfertum, der Perfektionismus-Problematik, und den vielen Zeitfressern in der Vor- und Nachbereitung von Musikunterricht etwas entgegenzusetzen.
Sophia Bös ist aktives Mitglied im Hamburger Landesvorstand des BMU. Seit 2011 unterrichtet sie Musik und Englisch an der Julius-Leber-Schule (Stadtteilschule) in Hamburg und hat seit 2018 zudem die schöne Aufgabe angehende Musiklehrkräfte im Vorbereitungsdienst (Referendariat) auszubilden und zu begleiten.
Mittwoch, 08. Oktober 2025, 19.30 Uhr bis 20.30 Uhr (Tilman Koenig, Hannover)
KI-Tools für den Musikunterricht
Der Workshop „KI-Tools für den Musikunterricht“ liefert einen Überblick über KI-Helfer für eine Unterrichtsvorbereitung sowie auch für unterrichtliche produktionsorientierte Anwendungen (Vortrag). Wir lernen Song-Generatoren, Splitter-Generatoren, Arrangement-Generatoren und Generatoren mit MusicXML-Anbindung kennen, mit denen wir experimentieren wollen (Workshop). Für den Workshop sollte ein eigener Laptop/Rechner neben der VK zur Verfügung stehen.
Tilman Koenig hat Sozialpädagogik, Schulmusik, Kirchenmusik, Philosophie und Germanistik studiert. Er ist Lehrkraft an der Bismarckschule Hannover mit den Fächern Musik und Deutsch sowie seit Februar 2022 im Didaktischen Dienst des NLQs (FB 53 Medienbildung) tätig. An der Bismarckschule Hannover leitet Tilman Koenig die „AG digitale Schulentwicklung“, koordiniert den Fachbereich Musik und leitet die Big Band der Bismarckschule. Seit 2013 ist Tilman Koenig Mitglied der Fachkommission „Hauptsache:Musik!“ des Niedersächsischen Kultusministeriums und als Multiplikator im niedersächsischen Netzwerk Musik tätig. Als Referent zahlreicher Fortbildungen im Bereich „Musikunterricht und Digitales“ versucht Tilman Koenig Unterrichtsmodelle mit neuen Technologien zu vermitteln und diese didaktisch sinnvoll zu verorten.
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Dienstag, 16.09.2025, 19.30 Uhr bis 20.30 Uhr (Prof. Dr. Elisabeth Theisohn, Karlsruhe)
Musikunterricht und/als/mit Demokratiebildung: eine Verhältnisbestimmung und unterrichtspraktische Konsequenzen
Demokratiebildung gilt schon lange, aber seit kurzem in besonderem Maße als zentraler Bildungsauftrag von Schule. Dadurch kommt allen Fächern die Aufgabe zu, zu reflektieren, welche fachspezifischen Lernräume demokratischer Bildung zu ermöglichen und denkbar sind. Beim Online-Stammtisch wollen wir gemeinsam diese Räume ausloten: In welchem Verhältnis stehen musikalische Bildung und demokratische Mündigkeit? Welchen fachspezifischen Beitrag kann die Musikpädagogik für die Demokratiebildung leisten? Was brauchen Musiklehrende hierfür? Ein kontroverser, kritischer und visionärer Gedankenaustausch soll uns alle ermöglichen, dieses Feld zukünftig weiterzuentwickeln.
Elisabeth Theisohn ist Professorin und Studiengangsleiterin für das Lehramt Musik an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Ihre vielfältigen Lehrtätigkeiten als Gymnasiallehrerin, Lehrbeauftragte für EMP und Rhythmik, Musikvermittlerin beim Freiburger Barockorchester und Dozentin an einer Fachschule für Sozialpädagogik vereinte vor allem der Gedanke partizipativer und demokratischer Lern- und Bildungsprozesse.
Montag, 16.06.25, 20 Uhr – Theresa Meyer (BMU Niedersachsen)
Sprachsensibler Musikunterricht
Zahlreiche Studien (zuletzt PISA 2024) zeigen, dass der Lernerfolg der Schüler:innen im deutschen Schulsystem nach wie vor maßgeblich von ihren sprachlichen Kompetenzen abhängig ist - und dass es bei Weitem nicht nur Zweitsprachlernende sind, die aufgrund mangelnder Sprachkompetenzen Probleme mit fachlichem Lernen haben. Ein Sprachsensibler Unterricht in allen Schulfächern scheint damit notwendiger denn je. Während in anderen Fachdidaktiken bereits zahlreiche Forschungsbefunde und daraus entwickelte Materialien vorliegen, lassen sprachsensible Musikdidaktische Konzepte oder Unterrichtsmaterialien allerdings bislang auf sich warten. Und das, obwohl der Gesprächsgegenstand Musik bei vielen (auch sprachlich eloquenten) Schüler:innen zu Sprachlosigkeit führt. Theresa Meyer gibt einen kurzen theoretischen Input zu den Merkmalen eines Sprachsensiblen Fachunterrichts, geht dann auf die sprachlichen Spezifika des Musikunterrichts ein und gibt anschließend methodisch-didaktische Hinweise zu den Gelingensbedingungen eines Spachsensiblen Musikunterrichts.
Montag, 28.04.25, 20 Uhr – Anna-Lena Schuppe und Dr. Nico Hutter (Freiburger Institut für Musikermedizin)
Lehrkräftegesundheit – Anforderungen und Ressourcen
Bei diesem Online-Stammtisch wird es um das Thema „Lehrkräftegesundheit – Anforderungen und Ressourcen“ gehen. „Was hilft mir, in meinem Beruf gesund zu bleiben?“ „Wie kann ich Stress im Schulalltag begegnen?“ Diese und weitere Fragen rund um das Thema Resilienz werden angesprochen. Als Gäste haben wir diesmal Anna-Lena Schuppe (Freiburger Institut für Musikermedizin; Schulmusikerin und Gesundheitswissenschaftlerin) und Dr. Nico Hutter (Freiburger Institut für Musikermedizin; Psychologe und Musiker) in unserer Runde. Sie werden einen thematischen und praktischen Input geben und im Anschluss besteht Raum für Austausch und Diskussion.
Montag, 17.03.25, 20 Uhr – Dr. Andreas Höftmann (PH Karlsruhe)
Stille verfilmen? Anregungen für leise Klangverfilmungsprojekte
Ob Pausen, Fade-Out, 'totales' Schweigen oder minimales Umgebungsrauschen – Ruhephasen sind wesentlicher Bestandteil von Musik. Die Verfilmung von Stille kann helfen, unsere Erfahrung und Vorstellung von klanglichen 'Nullpunkten' auf immersive audiovisuelle Weise zu vertiefen. Im Rahmen dieses Stammtisches wird Dr. Andreas Höftmann Einblicke in Ideen geben, wie Filmmusik im Unterricht auch einmal ‚anders‘ gedacht werden kann.