BMU-Positionen

Musikalische Bildung in der Grundschule (BMU-Position 3/2019)

Foto: BMU-Archiv

In seiner aktuellen Stellungnahme „Musikalische Bildung in der Grundschule: BMU-Position zur inhaltlichen und personellen Ausgestaltung des Musikunterrichts an der Grundschule“ benennt der Bundesverband Musikunterricht e.V. zentrale Kernpunkte für den Ausbau und die Sicherung der Qualität musikalischer Bildung in Grundschulen. Das Papier richtet sich an alle politischen Entscheidungsträger in Bund und Ländern.

 

Die Grundschule ist der Ort, an dem Kinder aller sozialen Strukturen zusammen kommen, um gemeinsam zu lernen. Die Grundschule ist aus der Sicht des Bundesverbandes Musikunterricht daher der entscheidende Ort, allen Kindern eine solide musikalische Grundausbildung zukommen zu lassen. Musikunterricht in der Grundschule greift das kindliche Bedürfnis nach Auseinandersetzung mit der musikalischen Umwelt und eigener musikalischer Betätigung auf, er bestärkt dieses Bedürfnis und nutzt es für eine grundlegende musikalische Bildung, die in der weiterführenden Schule sowie im außerschulischen Bereich erweitert wird.

 

Als Kernpunkte zur Wahrung der musikalischen Bildung in der Grundschule benennt der BMU eine feste Verankerung des Musikunterrichts in der Stundentafel der Grundschule mit mindestens zwei Stunden pro Woche, erteilt von ausgebildeten Musiklehrkräften. Um dies gewährleisten zu können, ist eine Professionalisierung des Musikunterrichts, sowohl was die universitäre Ausbildung angehender MusiklehrerInnen als auch die fachliche Qualifikation von Seiteneinsteigern anbelangt, unabdingbar. Um Anreize für die Wahl des Grundschullehrberufs zu schaffen, ist nicht zuletzt auch die Vergütung an die von Musiklehrkräften an weiterführenden Schulen anzugleichen.

 

Der BMU sieht durch diese Forderungen eine Chance, den qualifizierten Musikunterricht in der Grundschule zu wahren und durch die geforderten gesteigerten Investitionen die Attraktivität des Musiklehrerberufs an Grundschulen wieder zu steigern, um so die musikalische Bildung der zukünftigen Generationen abzusichern.

BMU-Positionen 2-2019: Inklusion im Musikunterricht

Wie steht es 10 Jahre nach Unterzeichnung der UN Behindertenrechtskonvention um die Inklusion im Unterrichtsfach Musik an deutschen Schulen? Mehr als drei Viertel der dazu befragten Grundschullehrkräfte halten gemeinsamen Musikunterricht von Lernenden mit und ohne Förderbedarf für sinnvoll. In den weiterführenden Schulen ist dieser Anteil weitaus kleiner, an Gymnasien etwa liegt er bei einem Drittel.

Dies geht aus einer bundesweiten Umfrage der Universität Paderborn unter Lehrenden aller Schularten aus dem Jahr 2017 hervor, die in Kooperation mit dem BMU durchgeführt wurde. (https://kw.uni-paderborn.de/fach-musik/aim/[Stand 05/2019]). Dieser Umfrage ist jedoch auch zu entnehmen, dass der Stand der Umsetzung von Inklusion im Musikunterricht uneinheitlich und unbefriedigend ist und überwiegend als politisches Sparmodell, Kürzung der bedarfsgerechten Förderung und als ein Vergeuden sonderpädagogischer Expertise sowie als persönliche Überforderung wahrgenommen wird.

In seinem aktuellen Positionspapier „Inklusion – BMU-Position zur Inklusion im Musikunterricht“ geht der BMU auf die aktuelle Situation ein, benennt Perspektiven für eine erfolgreiche Umsetzung von Inklusion im Musikunterricht und stellt Forderungen an bildungspolitische Entscheidungsträger.

BMU-Positionen 1-2019: Musikunterricht im Zeitalter der Digitalisierung

Foto: Philipp Ahner

„Musikunterricht und Digitalisierung" ist der Titel der aktuellen BMU-Position zur Entwick­lung des Musik­­unter­­richts im Zeit­alter der Digitali­sierung. Der BMU setzt sich für das Lernen und Gestal­ten mit und über digitale Techno­­lo­gien und Medien im Unterrichts­­fach Musik ein. Mit dem Papier, das sich an alle poli­ti­schen Entscheidungs­­träger in Bund und Ländern richtet, benennt der BMU zentrale Kern­punkte für eine erfolgreiche Um­setzung des digita­len Wandels in allen musik­­bezo­ge­nen Bildungs­­institu­tionen.

BMU-Positionen 9-2016: Grundsatzpapier "Zur Musikalischen Bildung an Schulen" (Agenda 2030)

"Für musikalische Bildung an Schulen" - das ist der Titel eines Grundsatzpapiers, das die BMU-Mitgliederversammlung am 24.09.2016 beim Bundeskongress Musikunterricht in Koblenz einstimmig verabschiedet hat. 

Dieses für die künftige Arbeit des BMU wegweisende Papier wurde in einem intensiven Diskussionsprozess entwickelt und wird nun von einem breiten Konsens vieler musikpädagogischer Akteur/innen getragen. Es besteht aus fünf Teilen: Einer Präambel, drei Zustandsbeschreibungen - zur Rolle der Musik in der Gesellschaft, zur aktuellen Situation des Musikunterrichtes und der Musiklehrerbildung - und schließlich der Ableitung der eigentlichen Agenda - des "zu Tuenden".

Das Papier wird der BMU einerseits als Basis für die Weiterentwicklung Musikalischer Bildung an Schulen nutzen und hierzu den entsprechenden politischen Entscheidungsträgern übermitteln, andererseits wird es Grundlage sein für die landesspezifischen Positionierungen der 16 BMU-Landesverbände.