Fortbildung für die Landesbeauftragten des Jungen Forum Musikunterricht am 10./11. Februar 2017 in Essen-Werden

Der BMU ist keine feste Instanz, sondern der Verband lebt vor allem von einer Sache: Vom Engagement der Menschen, die beschließen, jeden Tag der BMU zu sein.


Ein Teil dieser Menschen kam am zweiten Februarwochenende nach Essen, um sich hier darüber zu informieren auszutauschen, wie man sich dem Engagement im BMU anschließen und die Aktivitäten des Jungen Forums Musikunterricht in den einzelnen Bundesländern voranbringen könnte. Schon durch die sehr weiten Anreise einiger Teilnehmer wurde bewiesen, dass es der Gruppe an Idealismus nicht mangelte.

Ziel der zweitägigen Veranstaltung war es, die Vernetzung der einzelnen Landesverbände weiter zu fördern und sich gemeinsam im Bereich des Projektmanagement fortzubilden, um so die Arbeit des JFM in den einzelnen Bundesländern durch die anschließende Eigenorganisation von Workshops und Fortbildungen weiter voranzutreiben.

Das Wochenende begann mit einem gemütlichen Get-together auf der Kegelbahn der Domstuben direkt gegenüber der Folkwang Universität, die den Tagungsort für die Fortbildung darstellte. Das informelle Treffen war geprägt von einem lockeren Austausch über die Situation des Musikunterrichts in den einzelnen Bundesländern. Hierbei wurde wieder einmal deutlich, wie unterschiedlich doch die Anforderungen an und die Situationen von angehenden Musiklehrenden in unterschiedlichen Regionen von Deutschland sind und wie wichtig es daher ist, perspektivisch eine starke Eigeninitiative in den einzelnen Landesverbänden zu initiieren.

Am Samstag eröffnete der Musikpädagoge Björn Krüger aus Wuppertal mit dem Themenblock „Förderanträge und Kulturförderung“ den Fortbildungsteil der Veranstaltung. Gekonnt zeigte er an gut ausgewählten Beispielen verschiedene Wege auf, wie sich Finanzierungen von eigenen Projektideen durch Fördergelder bewerkstelligen lassen und ermutigte mit seiner lockeren und freundlichen Art die Teilnehmenden zu eigenen Plänen.

Der Inhalt der Fortbildung reagierte auf das typische Problem, dass es im Verband zwar häufig nicht an der nötigen Begeisterung für die Konzeption neuer Projekte mangelt, die tatkräftige Umsetzung jedoch manchmal auf Unsicherheiten stößt.

Nach einer netten Mittagspause beim Italiener um die Ecke, in der der Austausch vom Vorabend fortgesetzt wurde, knüpfte Dorothee Pflugfelder mit ihrem Workshop „Von der Projektidee bis zur Rechnungsstellung – Handwerkszeug des Projektmanagements“ sinnvoll an die Inhalte des Vormittages an. Von ersten Planungsstrukturen über das Anschreiben von Dozenten und die Buchung von Raumkontingenten bis hin zu Evaluation von durchgeführten Veranstaltungen thematisierte die anschaulich und praxisnah gestaltete Präsentation alle wesentlichen Punkte einer gelungenen Projektplanung. In der sich anschließenden Frage- und Austauschrunde wurden auch hier alle Teilnehmenden noch einmal zur Eigeninitiative im Bundesverband aufgerufen.

Die Mitwirkenden des Pilotprojekts „Fortbildung der JFM-Beauftragten“ äußerten sich alle sehr positiv über den Input und den Verlauf des Wochenendes. Eine Fortsetzung in unregelmäßigen Abständen ist in verschiedenen Städten deutschlandweit angedacht. Das erfreuliche Kennenlernen ist die Basis für ein gemeinsames Handeln in der Zukunft.

Andreas Wickel