17. BMU-Tagung für Fachseminarleiterinnen und Fachseminarleiter Musik: 24.–26. Oktober 2019 in Mainz

Mainz-Panorama, Copyright: Landeshauptstadt Mainz (pan002)

Der Bundesverband Musikunterricht setzt sich intensiv für die qualifizierte Ausbildung von Musiklehrkräften aller Schularten, Schulformen und Schulstufen ein und führt die bewährte Tradition der bundesweiten Fortbildungsveranstaltung für Seminarfachleiterinnen und -leiter weiter fort.

Zielgruppe
Ausbilderinnen und Ausbilder von Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern aller Schulformen im Fach Musik (2. Ausbildungsphase), Fachberaterinnen und Fachberater Musik sowie interessierte Kolleginnen und Kollegen, die sich auf eine entsprechende Funktionsstelle vorbereiten möchten.

Thematische Schwerpunkte

Gemeinsame Diskussion und allgemeiner Erfahrungsaustausch (Klaus Ernst, Detmold)
Neben der Arbeit an inhaltlichen Schwerpunktthemen bleibt in gewohnter Weise viel Zeit und Raum für den kollegialen Austausch über die Spezifika der Fachleitertätigkeit in den mannigfachen Rahmenbedingungen der einzelnen Länder und ihrer unterschiedlichen Schulformen und Ausbildungsstrukturen. Welche curricularen Schwerpunkte können oder müssen hier gelegt werden, um ganz konkret und verantwortungsvoll mit akuten Problemstellungen umzugehen? Wie kann das Spannungsverhältnis zwischen Kompetenz- und Inhaltsorientierung mit Blick auf die kulturelle Vielfalt ausgetragen werden?
Auch die Vernetzung der einzelnen Ausbildungsphasen, wie sie sich z. B. in den regional so unterschiedlich konturierten Praxissemestern zeigt als auch die Problematik um den Quer- bzw. Seiteneinstieg stellt sich in diesen Kontext unserer Diskussion.

Musizieren wir uns zu Tode? Klassenmusizieren im Spannungsfeld didaktischer Konzeptionen (Klaus Ernst, Detmold)
Die verschiedenen Methodenkonzepte des Klassenmusizierens wie Bläser-, Chor- und Streicherklasse haben den aktuellen Musikunterricht und damit auch die zweite Ausbildungsphase verändert. Heinz Geuen konstatiert vor diesem Hintergrund eine schizophrene Spaltung des Schulfaches Musik zwischen dem Primat des Musizierens und einem rezeptionsorientierten Unterricht. Ist sie der Grund für die Krise des Musikunterrichtens – oder kann das Begreifen durch Tun und dem Nachdenken über Musik ungeahnte Synergien erzeugen? Entscheidend für letzteres sind Leitideen, die die didaktische Rahmung des Klassenmusizierens bilden. Solche Leitideen sollen erprobt und evaluiert werden. Am Ende steht die Frage, was Referendar*innen denn eigentlich können und wissen müssen, wenn musikalische Praxis sinnhaften Musikunterricht stiftet.

Videobasierte Evaluation von Musikunterricht (Prof. Dr. Valerie Krupp-Schleußner, Mainz)
Der Einsatz von Videos in der Lehrerbildung birgt erwiesenermaßen große Potenziale. Im Rahmen der Mainzer Qualitätsoffensive Lehrerbildung werden Unterrichtsvideos in sogenannten Lehr-Lernforschungslaboren eingesetzt, um die Reflexion von Lehrerhandeln im Unterricht schon in der ersten Phase der Lehrerbildung gezielt zu fördern. Nach einer kurzen Vorstellung des Mainzer Projektes werden unterschiedliche Möglichkeiten zur Arbeit mit Unterrichtsvideos präsentiert. Anschließend werden gemeinsam Reflexionskriterien erarbeitet und auf zur Verfügung gestellte Unterrichtsvideos angewendet.

Musikunterricht (Prof. Dr. Jürgen Oberschmidt, Heidelberg)
Ausgehend von einzelnen Unterrichtsbeispielen soll diskutiert werden, wie sich der Musikunterricht den konkreten Aufgaben stellen kann, die sich aus gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Problemstellungen in unserer Zeit ergeben. Vor diesem Hintergrund können dann Fragen nach den Zielvorstellungen musikalischer Bildung und der besonderen Relevanz unseres Faches im Rahmen unserer (bildungs-)politischen Gemengelage neu gestellt und vielleicht auch beantwortet werden.

 

Im Mittelpunkt der gesamten Tagung soll der gemeinsame Gedanken- und Erfahrungsaustausch stehen. Um diesen zu befördern, sind alle Teilnehmer*innen ganz ausdrücklich eingeladen, ihre eigenen Anstöße und Impulse in den Diskurs einzubringen. Sei es, um die vorgeschlagenen thematischen Schwerpunkte zu vertiefen oder um einfach jenes zur Sprache zu bringen, was einem im Berufsalltag aktuell bewegt oder hier schon länger auf dem Herzen liegt. Für die Planung ist es hilfreich, wenn solche Anstöße im Vorfeld an die Organisatoren herangetragen werden.

Referenten

  • Klaus Ernst (Gymnasium Nepomucenum Rietberg und Fachleiter für Musik am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Detmold)
  • Prof. Dr. Valerie Krupp-Schleußer (Hochschule für Musik Mainz)
  • Prof. Dr. Jürgen Oberschmidt (Pädagogische Hochschule Heidelberg)

Leitung und Organisation

  • Klaus Ernst (Detmold)
  • Dr. Joachim Junker (Kaiserslautern)
  • Prof. Dr. Jürgen Oberschmidt (Heidelberg)

Anmeldung und Tagungsgebühr
Die Anmeldung bei der Bundesgeschäftsstelle in Mainz erfolgt online über den nachstehenden Link. Anmeldeschluss ist der 1. September 2019.

Nach Erhalt einer Anmeldebestätigung ist die Tagungsgebühr zu überweisen (BMU-Mitglieder 50 €, Nichtmitglieder 80 €). Die Bankverbindung teilen wir in der schriftlichen Anmeldebestätigung mit. Details zur Tagung werden den angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern nach dem Anmeldeschluss zugeschickt.

Unterbringung
Für die Unterbringung während der Tagung sind Zimmer im Intercity-Hotel Mainz reserviert. Die Kosten für eine Übernachtung inkl. Frühstück betragen 79€ im EZ/ 105€ im DZ. Inkludiert ist ein Ticket für den Öffentlichen Nahverkehr für den Zeitraum des Aufenthalts. Die Zimmerbuchung erfolgt gemeinsam mit der Tagungsanmeldung (s. Anmeldelink). Die Abrechnung des Zimmers übernehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Abreise.

Tagungsbeginn und -ort
Donnerstag, 24. Oktober 2019, 14:00 in der Hochschule für Musik Mainz, Jakob-Welder-Weg 28, 55128 Mainz.
Die Tagung endet am Samstag, dem 26. Oktober 2019, um 17:00.

Kontakt
BMU-Bundesgeschäftsstelle, Weihergarten 5, 55116 Mainz
dorothee.pflugfelder.xxx@keinSpam.bmu-musik.de
Tel: 06131-234049

In Kooperation mit:
Institut für Lehrerfort- und -weiterbildung, Mainz (ILF)


Download Ausschreibung

Anerkennung der Ministerien

Anmeldeschluss: 1.09.2019