Musikunterricht und Digitalisierung: BMU-Position 1-2019

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In seiner aktuellen Position „Musikunterricht und Digitalisierung – BMU-Position zur Entwicklung des Musikunterrichts im Zeitalter der Digitalisierung“ setzt sich der Bundesverband Musikunterricht e.V. für das Lernen und Gestalten mit und über digitale Technologien und Medien im Unterrichtsfach Musik ein. Mit dem Papier, das sich an alle politischen Entscheidungsträger in Bund und Ländern richtet, benennt der BMU zentrale Kernpunkte für eine erfolgreiche Umsetzung des digitalen Wandels in allen musikbezogenen Bildungsinstitutionen.

 

Digitale Innovationen und Fortschreibungen kultureller Werte ändern und mehren die Formen des Hörens und Musizierens, Komponierens und Reflektierens und die damit verbundenen Anforderungen an den Musikunterricht und die Lehrerbildung. Digitale Technologien sowie die Reflexion über Digitale Medien sind heute zentrale Aufgaben eines zeitgemäßen Pflichtunterrichtsfachs Musik in allen Altersstufen und Schultypen.

 

Als Kernpunkte für eine erfolgreiche Umsetzung des digitalen Wandels benennt der BMU zum einen die Gewährleistung einer den aktuellen Technologien entsprechenden administrativen, materiellen und rechtlichen Infrastruktur. Dazu zählen u.a. eine hinreichende materielle Ausstattung mit digitalen Geräten und Software, aber auch praxisnahe und klare Regelungen für das Verwenden, Erstellen, Speichern, Teilen, Veröffentlichen und Löschen von digitalen Unterrichtmaterialien.

 

Dabei bedürfen die vielfältigen Herausforderungen einer Fortführung und Pflege traditioneller Musikpraxen und einer zeitgemäßen Auseinandersetzung mit den Erfordernissen der Digitalisierung und Mediatisierung bedürfen eines eigenständigen und über die Stundentafeln abgesicherten Musikunterrichts in allen Altersstufen und Schultypen.

 

Mit dem aktuellen BMU-Position konkretisiert der Verband seine dahingehenden Ausführungen aus seinem Grundsatzpapier „Agenda 2030“ (vgl. BMU-Positionen 9-2016).